Knochenaugmentationsmaterialien

Im Fachgebiet der dentalen Implantologie stehen die Fachärzte insbesondere bei reduzierter Knochensubstanz - beispielsweise aufgrund einer Parodontitis oder einer Knochenresorption  nach Zahnextraktion - vor einer großen Herausforderung, da der sichere Halt des einzubringenden Implantates so nicht ausreichend gewährt ist. Auch das Setzen mehrerer Implantate nebeneinander erfordert eine besonders gute Qualität des tragenden Knochens.

Ist im Rahmen einer Implantation eine Augmentation erforderlich, können als Knochentransplantate entweder Knochenersatzmaterialien oderautologe Knochen­substanz verwandt werden. Das autologe Transplantat gilt als Mittel der ersten Wahl [78]. Knochenersatzmaterialien hingegen verringern die Belastung des Patienten, da der Eingriff zurautologen Knochengewinnung entfällt. Von der Industrie werden hier vielfältige aufbereitete allogene oder xenogenesowie synthetisch hergestellte alloplastische Materialien angeboten. Dabei bedeutet allogen: "Spender und Empfänger sind genetisch unterschiedlich, gehören aber zu derselben Spezies" und xenogen: "Spender und Empfänger sind genetisch unterschiedlich und gehören verschiedenen Spezies an" [67].