Sinusbodenelevation

Außer den Augmentationstechniken der Knochenan- oder -auflagerung ist zur Optimierung des Knochenangebots des Oberkiefers auch die Sinusboden­augmentation ("Sinuslift") möglich. Hierbei werden Knochen oder Knochenersatz­material genutzt, um den Sinusboden aufzubauen [51]. Liegt das vertikale Knochenangebot im Seitenzahnbereich des Oberkiefers bei unter 10 mm, ist es notwendig, das Implantatlager mit Eigenknochen oder Knochenersatzmaterialien zu augmentieren. In der Literatur wird kontrovers diskutiert, ob autologer, also eigener Knochen, oder aber Knochenersatzmaterialien das bessere Substrat sind [91]. Auf diesen Punkt wird in der Diskussion der vorliegenden Arbeit näher eingegangen werden.

Generell können Augmentation und Implantat-Insertion in einem Schritt erfolgen, wenn es möglich ist, die Implantate trotz des fehlenden Knochenangebots primärstabil einzusetzen. Ist Letzteres nicht der Fall, sollten Augmentation und Implantation in getrennten Schritten durchgeführt werden. Die Bewertung der Ausgangssituation erfolgt anhand der klinischen und röntgenologischen Befunde.